Spitzmeilen

Nach mehrmaligem Verschieben ist es nun endlich soweit - das Weekend zur Besteigung des Spitzmeilen ist da. In Flumserberg auf dem Tannenboden ist am Samstagmittag unser Treffpunkt. Bei strahlend schönem und heissem Wetter nehmen wir von hier bequem die Gondel, welche uns auf den Maschgenkamm auf 2020 m ü M bringt. Von hier marschieren wir gut gelaunt Richtung Spitzmeilenhütte, welche uns als Nachtlager dienen soll.

Hier auf 2087 m ü M angekommen, geniessen wir natürlich als erstes ein (oder zwei) wohlverdientes, kühles Getränk. Nach dem Zimmerbezug (die Hütte ist total ausgebucht) wartet das Nachtessen auf uns. Zur Freude aller tischt uns der Hüttenwart und sein Team Älplermagronen, Schüblig und Apfelmus auf und zuvor gibt's eine Bouillon mit Ei. Welch ein leckerer Znacht! Vor dem Zubettgehen gönnen sich die einen noch einen feinen Zwetschgen-Luz, die anderen ziehen einen Hüttenkafi vor, Marcel braucht gar eine "alte Zwetschge", um seine Schüblige im Bauch zu ordnen...
Dann ist Bettruhe angesagt.

Tagwache am Sonntag früh um 05:30 Uhr. Anziehen, etwas kleines frühstücken und Abmarsch. Schliesslich wollen wir zum Sonnenaufgang am Spitzmeilen sein. Es ist noch dunkel als wir loslaufen, aber schnell wird es heller. Die Nacht war sternenklar. Der Aufstieg ist mit 1 h 30 min angegeben, bei einem Höhenunterschied von 414 m. Der Weg führt über Alpweiden und steigt gemächlich an. Bald erreichen wir die Krete, auf welcher wir dem Spitzmeilen entgegen gehen. Immer wieder ein Blick zurück, ob sich nicht schon bald die Sonne zeigt. Wir haben den Spitzmeilen noch nicht ganz erreicht, steigt sie allmählich hinter den Bergkuppen im Osten auf und wir erleben einen herrlichen Sonnenaufgang.

Nun erreichen wir den letzten und schwierigsten Teil des Aufstiegs zum Gipfel. Es geht senkrecht die Felsen hoch, als Hilfe dienen im Fels verankerte Ketten, an denen festgekrallt wir zum Gipfelkreuz kraxeln. Es braucht ein bisschen Mut, aber es lohnt sich absolut. Denn die Aussicht von hier oben auf 2501 m ü M ist überwältigend. Wir gratulieren uns zur Gipfelbesteigung und fotografieren, was das Zeug hält. Ein tolles Gefühl.
Der Abstieg durch die Felsen erweist sich als kniffliger als der Aufstieg, wir kommen aber alle heil runter. 
Zurück in der Hütte essen wir nochmals etwas und machen uns, nachdem alles wieder in den Rucksäcken verstaut ist, auf den Weg zurück Richtung Maschgenkamm. Hier angekommen gibt's auf der Sonnenterrasse kühlende Glaces und wohltuende Getränke.
Mit der Talfahrt in der Gondelbahn beschliessen wir dieses wunderschöne Wochenende mit unseren Freunden und freuen uns auf ein nächstes dieser Art.

Schynige Platte