19/08   Endlich Ferien! Wir fahren nach Schruns ins wunderschöne Montafon. Hier logieren wir im romantischen Löwen Hotel. Das Nachtessen ist schon mal der Hammer.

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20/08   Heute fahren wir über die kurvenreiche Silvretta-Hochalpenstrasse hinauf auf die Bielerhöhe auf 2032 m. ü. M. Unser Plan ist es, um den Silvretta-Stausee zu wandern, eine etwa zwei Stunden-Tour. Bei kühlem und zügigem Wind spazieren wir los. Über die Staumauer gehen wir dem hellgrün schimmernden See entlang. Die Berggipfel der Silvretta-Gruppe sind noch von Wolken verhangen. Der Weg verläuft relativ flach und so kommen wir zügig voran. Zuhinterst am See stellt sich nun die Frage, ob wir dem See entlang weitergehen oder einen Abstecher in die Wiesbadener Hütte nehmen sollen. Dieser wird mit knapp zwei Stunden angegeben. Da wir ja Zeit haben, entscheiden wir uns für eine Wanderung zur Wiesbadener Hütte. Diese liegt auf 2443 m. ü. M. und wirbt mit atemberaubendem Gletscherblick. Also los, die Wanderroute durch das karge und schroffe Ochsental verläuft anfangs leicht ansteigend, gegen Ende wird's dann immer steiler. Mittlerweile zeigen sich auch die Berggipfel und Gletscher. Gegen13:00 Uhr erreichen wir die Wiesbadener Hütte. Über uns thront der Piz Buin, mit 3312 m der höchste Berg Vorarlbergs. Er markiert die Grenze zwischen Österreich und der Schweiz und wurde am 14. Juli1865 erstmals bestiegen. Links vom Piz Buin liegt der Vermunt Gletscher und rechts davon der Ochsental Gletscher. Herrlich diese Bergwelt. Zurück gehen wir wieder durchs Ochsental, nehmen diesmal aber den oberen Wanderweg, der sich aber als ziemlich beschwerlich zeigt. Am Parkplatz angekommen, fahren wir zurück nach Schruns.

21/08   Heute ist Shopping in Bludenz und Schruns angesagt. 

22/08   Spaziergang nach Tschagguns und faulenzen am Pool!

23/08   Heute gehen wir wieder wandern. Dazu fahren wir mit dem Auto nach Silbertal, das liegt im gleichnamigen Seitental des Montafons. Hier parkieren wir unser Auto auf dem Parkplatz der Kristbergbahn. Mit dieser fahren wir nun hoch auf den Kristberg auf 1400 m. ü. M. Wir wandern Richtung Wildried, einem der höchstgelegenen Hochmoore Europas. Gemütlich wandern wir auf einer Forststrasse durch den Wald, vorbei an Brunnen, Bächen und Quellen bis zum Aussichtspunkt Wildried. Immer wieder eröffnen sich dabei schöne Ausblicke auf Berge und Tal. Beim Burtschabach führt der Weg rechts talauswärts über das Wasserstubental bis zum Hasahüsli. Unterwegs kommen wir an einem imposanten Wasserfall vorbei, der ein Naturdenkmal darstellt. Oberhalb vom Hasahüsli kommen wir aus dem Wald auf eine Lichtung mit vielen urigen Maiensässen. Es riecht herrlich nach frisch geschnittenem Gras. Das Berggasthaus Hasahüsli, oder Jausenstation wie die Österreicher sagen, lassen wir rechts liegen und überqueren über eine Brücke die rauschende Litz. Unser Ziel ist die etwas weiter unten gelegene Fellimännle-Hütte. Hier kehren wir ein und geniessen einen leckeren Kaiserschmarren. Von hier aus verläuft unser Weg über Schotterstrassen und Wanderwege entlang der stiebenden, wilden Litz durch das wildromantische Silbertal. Auch hier passieren wir einen imposanten Wasserfall, den Teufelsbach-Fall. In Silbertal steht dann natürlich auch noch ein Besuch bei Gabi Vonderleu's Ton-Werkstatt "Erdzeit" an, wo wir wie immer ein Souvenir kaufen. Am Pool lassen wir diesen wunderschönen Tag relaxed ausklingen.

24/08   Heute beschliessen wir die 3-Seen-Panoramarundwanderung auf dem Hochjoch unter die Füsse zu nehmen. Mit der Seilbahn, die sich gleich bei unserem Hotel um die Ecke befindet, gelangen wir von Schruns in zwei Sektionen bis zur Kapellalpe auf 1865 m. ü. M. Anschliessend geht es mit dem Sessellift weiter hinauf zur Bergstation Sennigrat auf 2300 m.ü. M. Die Aussicht ist atemberaubend, die Sonne strahlt auf die Berggipfel und die Luft ist herrlich frisch. Wir wandern über den steinigen Weg in luftiger Höhe zur Wormser Hütte. Uns zu Füssen liegt das vordere Montafon, gekrönt von den bizarren Schönheiten des Rätikons. Unterwegs beobachten wir einen Gleitschirmflieger beim seinen Startvorbereitungen und dem anschliessenden Start. Er bringt seinen Schirm in die richtige Position, prüft alle Fäden, hängt sie an seinen Karabinern am Rucksack ein, zieht den Schirm in die Höhe und rennt mit wenigen Schritten den steilen Hang hinab. Lautlos entschwebt er in die Luft. Es sieht so einfach aus, doch ein bisschen Mut braucht es auch. Bei der Wormser Hütte führt der Weg hinab zum Herzsee, der seinen Namen der Form des Sees verdankt. Er ist sehr klar und von smaragdgrüner Farbe. Obwohl der See nicht nach Leben aussieht, entdecken wir beim Rundgang viele Kaulquappen. Es ist eine Freude dem Gewusel zuzusehen und mit der GoPro gelingen uns sogar spektakuläre Unterwasseraufnahmen. Danach geht es weiter, links des Wanderweges liegt der Kälbersee und weiter unten rechts der grosse Schwarzsee, wo wir Fische beim Springen nach Insekten beobachten können. Beim Kälbersee machen wir eine kurze Rast und trinken etwas vom Kiosk. Hier vermieten sie auch Standup-Paddeling-Boards und Taucheranzüge. Lustigerweise sind die beiden Mädels vom Kiosk aus dem Thurgau, sie haben nach einer Wintersaison gleich noch die Sommersaison angehängt. Wir wandern weiter dem Schwarzsee entlang bis zum Aussichtspunkt Surblies, der mit einem phantastischen Rundumblick auf das Verwallgebirge, das Silbertal, Bartholomäberg und den Blick ins Walgau aufwartet. Wir entdecken viele Punkte, welche wir schon bei unseren vorgängigen Wanderungen und Biketouren passiert haben. Über Alpböden und einen kurzen und anstrengenden Abstieg gehts dem Sebligasee entlang über breite Schotterwege zurück zur Bergstation der Hochjoch-Bahn. Mit der Seilbahn gehts nun wiederrunter ins Tal. Dann schnell ins Hotel, umziehen und ins Dorf Schuhe kaufen. Dank unseren warmen Füsse, finden wir schnell die passenden. Anschliessend lassen wir uns am Pool nieder und geniessen die Sonne am späten Nachmittag bis wir von aufziehenden Gewitterwolken und dem kühlen Wind vertrieben werden. Die Hotelcrew hat als Überrschung für die Hotelgäste auf der Terrasse für das Abendessen eingedeckt, doch leider macht der Wind und später der einsetzende Regen dem Ganzen einen Strich durch die Rechnung. Wir essen drinnen im Nebensaal und geniessen wie immer das exzellente Essen und den charmanten Service.

25/08   Wir fahren heute gleich nach dem Frühstück nach Gaschurn. Von hier lassen wir uns mit der Versettla-Gondelbahn auf die Versettla auf 2010 m. ü. M. bringen. Wir möchten heute wegen meinem entzündeten Knie keine allzu lange Wanderung unternehmen, Ziel ist daher die Lamm-Hütta. Auch hier oben auf der Versettla ist offenbar ein beliebter Startplatz der Gleitschirmflieger. Wir beobachten wieder welche beim Starten. Nun gehen wir dem Aussichtspunkt Gantakopf entgegen. Auf halbem Weg machen wir Halt und geniessen die spektakuläre Sicht auf die Bergwelt, die sich um uns herum präsentiert. Wir kehren um, nehmen die Gondelbahn zurück und steigen bei der Mittelstation aus. Von hier wandern wir etwa eine halbe Stunde durch den Wald und erreichen dann die Lamm-Hütta, hoch über Gaschurn. Hier geniessen wir auf der Sonnenterrasse ein feines Jausenbrettl und etwas erfrischendes zum Trinken. Anschliessend gehen wir der Strasse entlang hinunter und zurück zum Parkplatz. Zurück im Hotel lassen wir es uns am Pool nochmals gut gehen und geniessen die letzten Stunden unserer Ferien im wunderschönen Montafon.